Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Hilfeleistungszentrum (HLZ) für die Gemeinde

Interne Überlegungen

Am 18.03.2014 findet die erste Sitzung des Planungsausschusses für ein gemeinsames Hilfeleistungszentrum in Edingen-Neckarhausen statt, die Mitglieder des Ausschusses sind Mitarbeiter der Verwaltung und des Gemeinderates, sachkundige Bürgern sowie Fachleute von Feuerwehr und Deutschem Rotem Kreuz. Ziel des Treffen ist, den aktuellen Stand zum HLZ zu erörtern und erste Entwürfe als Diskussionsgrundlage zu besprechen, die vom Fachplaner und der Feuerwehr vorgelegt werden. Bereits seit 2012 beschäftigt sich feuerwehrintern ein eigens hierfür berufenes Gremium mit den Anforderungen an ein solches Gebäude seitens der Feuerwehr.

Größte Professionalität im Team

In dem Team der Feuerwehr arbeiten Fachleute beider Abteilungen zusammen, darunter Ingenieure, Elektromeister, Handwerker, Berufsfeuerwehrleute und selbstständige Unternehmer. Mit dem breit gefächerten Fachwissen der Mitglieder wurden zahlreiche Besprechungen durchgeführt, die alle ein Ziel verfolgten: Die Gemeindeverwaltung mit höchstmöglicher Professionalität bei der Entwicklung dieses Großprojektes zu unterstützen, um das bestmögliche Ergebnis für Feuerwehr, DRK und Gemeinde zu erreichen – in pragmatischer und in finanzieller Hinsicht.

Bevor auch nur eine Skizze eines möglichen Gebäudes entstand, sollte ein Lastenheft erstellt werden, in dem Anforderungen der Feuerwehr an den Neubau festgehalten und definiert werden. Teile des Lastenheftes werden durch Normen und Richtlinien vorgegeben, andere durch die örtlichen Gegebenheiten, interne Prozesse und Ausstattung der Feuerwehr definiert. Im Lastenheft sind alle Räume, Fahrzeug- und Lagerflächen, sowie Hof- und Parkplatzflächen erfasst und mit Bemessungsgrundlagen versehen.

Effizientes Vorgehen dank Vorüberlegungen

Nach mehrfachem Abgleich mit vergleichbaren Objekten konnten bereits zu diesem frühen Zeitpunkt Flächenansätze reduziert werden. Für die weitere Arbeit war schnell klar, dass die internen Prozesse definiert werden müssen, um ein optimales Raumkonzept erstellen zu können. Hier spielen unterschiedliche Prozesse eine Rolle: Nicht nur Fahr- und Laufwege bei Übungen und Einsätzen, sondern auch solche, die durch die Ehrenamtlichen zusätzlich erbracht werden. Dazu zählen zum Beispiel Schlauchwäsche, Pflege und Reparatur von Einsatzmitteln und Fahrzeugen. All diese Prozesse wurden erfasst, bewertet und durch das Team der Feuerwehr definiert. Aus diesen Prozessbeschreibungen ergab sich geeignetes Raumkonzept, aus dem wiederum Vorentwürfe als Diskussionsgrundlage entwickelt werden konnten. Im weiteren Verlauf der Arbeit im Feuerwehrausschuss konnten weitere Optimierungen vorgenommen werden, die zum einen interne Abläufe verbessern und zum anderen Flächen einsparen.

IMG_2551

Unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden, um Fehlplanungen zu vermeiden

Die aktuellsten Vorentwürfe enthalten unzählige Arbeitsstunden, in denen ein besonderes Augenmerk auf Vermeidung von Fehlinvestitionen und Flächenoptimierung lag. Im Mittelpunkt steht der Wunsch, ein effizientes und möglichst finanzierbares Hilfeleistungszentrum zu entwickeln. Außerdem wurden weitere Einsparpotenziale erkannt, wie beispielsweise die Verringerung der Anzahl der Fahrzeuge und Anhänger – hierdurch kann die Fahrzeughalle kleiner ausfallen. Der hierzu erforderlichen Überarbeitung des Fahrzeugkonzeptes müsste selbstverständlich vorher durch die Verwaltung und Gemeinderäte zugestimmt werden. Der Ausschuss erstellte zusätzlich ein Raumbuch, das die Ausstattung, Anforderung an Boden, Wände und Technik jedes Raumes beschreibt. Es kann als Grundlage für eine mögliche, detaillierte Kostenschätzung und als verlässliches Fundament für weitere erforderliche Planungsleistungen dienen.

Konstruktive und gemeinsame Planung von Feuerwehr und Gemeinde

Auf Nachfrage des Bauamtes erhielt die Gemeindeverwaltung vorab einen Satz der Vorentwürfe, die das Ergebnis der Überlegungen des Feuerwehrausschusses plakativ darstellen und als Diskussionsgrundlage für das weitere Vorgehen dienen können. Wir freuen uns, die Gemeinde in gewohnter Weise, professionell und im Sinne der Gemeinde unterstützen zu können. Ebenso sind wir freudig gespannt auf konstruktive Kritik, alternative Entwürfe und neue Ideen, die uns in der ersten Sitzung des HLZ-Ausschusses erwarten werden.