Ein Schnupperabend bei der Feuerwehr

Sie arbeiten oft zusammen: Feuerwehrleute und Rettungsdienstpersonal treffen an unterschiedlichsten Einsatzstellen aufeinander, etwa bei Bränden, Verkehrsunfällen oder Wohnungsöffnungen. Da hilft es der Zusammenarbeit, wenn man die Arbeit des anderen kennt. Um die Aufgaben der Feuerwehrleute kennenzulernen, besuchten sechs Auszubildende der Johanniter-Unfall-Hilfe Mannheim die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen.

Im Edinger Gerätehaus verschafften Sie sich einen Überblick über Aufbau, Taktik und Fahrzeuge der Feuerwehr. Auch die Ausrüstung und Beladung konnten sie unter die Lupe und natürlich auch in die Hand nehmen. Spätestens bei Schere und Spreizer befanden sie: Es bedarf einer gewissen Menge Kraft, um die Werkzeuge sicher einsetzen zu können. Aber auch Schnelligkeit, Präzision und Teamwork sind Fähigkeiten, die bei der Feuerwehr – ebenso wie im Rettungsdienst – einen reibungslosen Einsatzablauf gewährleisten.

Einen Schwerpunkt bildete die Atemschutzausrüstung der Feuerwehr. Mit dem etwa 15 Kilogramm schweren Equipment aus Pressluftatmer, Maske und persönlicher Schutzausrüstung gehen die Feuerwehrtrupps in brennende Gebäude, um Menschen zu retten und Feuer zu löschen. Neben vielen Fragen und der Demonstration des An- und Ablegens schlüpften die jungen Rettungsdienstmitarbeiter selbst mal in die Rolle des Angriffstrupps. Mit verklebter Sichtscheibe, die den Rauch in einem Brandraum simulierte, gingen sie im Keller des Gerätehauses auf Personensuche. Tore Marks, der gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr im Rettungsdienst absolviert, sagte nach der Übung: „Man sieht echt nichts und muss sich voll auf seinen Partner verlassen können. Außerdem ist die Rettung der Person unter diesen Umständen wahnsinnig körperlich anstrengend.“

Anstoß zu diesem Schnupperabend kam durch den Rettungsdienst-Nachwuchs selbst. Nach einem einem Einsatz bei einem Kaminbrand in Neckarhausen waren zwei der Johanniter auf die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen zugekommen und hatten gefragt, ob sie einmal einen tieferen Einblick in deren ehrenamtliche Arbeit haben können.