Einsatzstatistik 2014 veröffentlicht

Kurz vor den Feiertagen hat die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen ihre Einsatzstatistik für das Jahr 2014 veröffentlicht. Nach den Jahren 2012 und 2013 werden die Daten bereits zum dritten Mal in Folge erhoben und ausgewertet.

Mehr Einsätze als in den Vorjahren

Mit Stand vom 17.12.2014 hatte die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen demnach 123 Einsätze im laufenden Jahr, dies entspricht einem erneuten Anstieg von gerundet 30% im Vergleich zum Vorjahr. Schuld daran ist vor allem das Sturmtief, das Ende Juli für viele Paralleleinsätze in der Gemeinde sorgte. Einsatzreichster Monat war somit auch der Juli, im Schnitt fuhr die Wehr zehn Einsätze pro Monat. Große Ruhepausen blieben aus, die längste Einsatzfreie Zeit waren 21 Tage zwischen den Einsätzen Nummer 109 am 26. September und Nummer 110 am 17. Oktober.

Einsatzbereitschaft tagsüber gefragt

Entgegen der verbreiteten Annahme, die Feuerwehr rücke nur nachts (und dann vor allem laut) aus, zeigt die Statistik ein anderes Bild: Nur 3 der 123 Einsätze begannen zwischen 0 und 6 Uhr, in den häufigen Fällen müssen die Ehrenamtlichen auch tagsüber ausrücken. Um ihre Einsatzfähigkeit auch tagsüber zu gewährleisten, werden tagsüber beide Abteilungen der Feuerwehr parallel alarmiert.

Breites Einsatzspektrum

Ob Brandeinsatz, technische Hilfeleistung, Türöffnungen oder Amtshilfe: Die Einsätze, die die freiwillen Feuerwehrleute abzuarbeiten haben, sind vielfältig. Dies stellt Anforderungen an die technischen, organisatorischen und medizinischen Fähigkeiten der Feuerwehrleute. In regelmäßigen Übungen bilden sich die Feuerwehrleute auf hohem Niveau fort, um den Anforderungen im Einsatz gewachsen zu sein.
Auch das Material der Wehr entspricht in großen Teilen dem neuesten Stand der Technik. Zwei Beispiele: Das Drehleiterfahrzeug, das im Januar 2014 offiziell in den Dienst gestellt wurde, war bei unterschiedlichen Einsatzarten dabei und dringend benötigt – ob als Rettungsweg bei Brandeinsätzen oder zum Ausleuchten von Einsatzstellen. Sogar bei einem Einsatz im Rahmen der Überlandhilfe in Mannheim war die Drehleiter dabei. Als zweites Beispiel sind Pumpen und Wassersauger zu nennen, für deren Anschaffung die Wehr sich nach dem Hochwasser 2013 stark gemacht hatte. Wie dringend eine große Anzahl an Pumpen nötig ist, zeigte der Unwettereinsatz im Juli. Am einsatzreichsten Tag des Jahres, dem 27.07.2014, waren über 70 Feuerwehrleute an 54 Einsatzstellen in der Gemeinde im Einsatz.

Rauchwarnmelder: Noch kein Trend erkennbar

Einen kleinen Anteil machten Einsätze aus, zu denen die Feuerwehrleute aufgrund ausgelöster Rauchwarnmelder in Privathaushalten gerufen wurde. Für diese Geräte tritt am 1. Januar 2015 eine Pflicht in Privathaushalten in Kraft. Es bleibt abzuwarten, inwiefern diese wichtigen elektronischen Lebensretter für einen Anstieg der Einsatzzahlen sorgen werden.

Feuerwehr Edingen-Neckarhausen: Eine Wehr, zwei Abteilungen

Eine deutliche Fortsetzung des Trends der Vorjahre erkennt man bei der Frage, wer zu den Einsätzen alarmiert wird. Mit 80% gemeinsamer Alarmierungen wurden beide Abteilungen zu den meisten Einsätzen parallel alarmiert, nur selten rückte eine Abteilung allein aus. Wenn doch, handelte es sich nur um kleinste Einsätze. Ebenfalls bemerkenswert: Im Jahr 2014 verzeichnete die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen keinen einzigen Fehleinsatz. Ein Zeichen, wie sehr die Arbeit der freiwilligen Feuerwehrleute in der Gemeinde gebraucht wird.

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