Gemeinsame Jahreshauptversammlung:Lob für die Gemeinde / Neues Corporate Design vorgestellt

„Wer kritisiert muss auch loben können“, sagte Kommandant Stephan Zimmer bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen am 09.11.2012. Wo er an selber Stelle in den Vorjahren teils heftig für die Interessen der Feuerwehr eintrat, richtete er in diesem Jahr seinen Dank an die Gemeinde Edingen-Neckarhausen, die durch Bürgermeister Roland Marsch, seine Stellvertreterin Heidi Gade, Hauptamtsleiter Wolfgang Ding sowie zahlreiche Mitglieder des Gemeinderates vertreten war. „Während andernorts die Etats der Feuerwehr gekürzt werden, unterstützen Sie Ihre Wehr aus Leibeskräften.“ Zimmer würdigte damit, dass die Gemeinde bei Beschaffungen wie einem neuen Hilfeleistungssatz, der Drehleiter oder auch den Mitteln für ein gemeinsames Gerätehaus stets kooperativ war und diese zum Teil auch sehr kurzfristig umgesetzt hatte.

Im vergangenen Jahr habe die Wehr viele kleine, aber auch eine handvoll großer anspruchsvoller Einsätze zu bewältigen gehabt: So zum Beispiel einen Industriebrand bei der Firma Cooper Standard, einen schweren Verkehrsunfall innerorts oder zwei große Brände innerhalb weniger Tage in einer Werkstatthalle und auf einer Mülldeponie. Bei allen Einsätzen habe die Mannschaft sehr gut funktioniert, weshalb Stephan Zimmer seinen Dank auch an die anwesenden Kameradinnen und Kameraden richtete.

Bürgermeister Marsch schloss sich dem an und würdigte das Engagement, dass die Feuerwehrleute ehrenamtlich für ihre Gemeinde zeigten. Er nutzte die Gelegenheit, um in die Zukunft zu schauen: Bei der Feuerwehr stünde die Planung und Finanzierung des Hilfeleistungszentrums in der Gemeinde an. Diese wolle wohl überlegt sein, auf keinen Fall dürfe man es überstürzen – große Projekte bräuchten eine längere Planungsphase, wenn sie zufriedenstellend gelingen sollen.

Den Abschluss der Versammlung bildete die Vorstellung der neuen einheitlichen Gestaltung der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen. Pressewart Hannes Steffen Henn und Kommunikationsdesigner Alexander Lenhart, M.A., stellten dieses Corporate Design der Öffentlichkeit vor. Lenhart erläuterte, dass ein geschlossenes einheitliches Auftreten nach außen nur mit einem starken inneren Zusammenhalt funktionieren könne. Daher geschah die Umsetzung in enger Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe, die sich aus Feuerwehrangehörigen beider Abteilungen zusammensetzte.

Das Corporate Design setzt auf die Farbe Blau, so Lenhart. „Blau steht für Effizienz und Professionalität. Außerdem ergänzt es sich wunderbar mit Rot, was ja nach wie vor eine typische Farbe der Feuerwehr ist und bleibt.“

Im neuen Logo kommen die Gemeinschaft und Kameradschaft, die Verwurzelung in der Gemeinde und die hoheitlichen Aufgaben der Feuerwehr gleichermaßen zur Geltung: Im Zentrum eines „dynamischen Kreises“ finden sich die stilisierten Elemente des Gemeindewappens; das Kreuz und der Löwe. Sie tauchen auch als grafische und ordnende Elemente auf Veröffentlichungen wieder auf, dann etwa als Wasserzeichen.

Zwei gekreuzte Feuerwehräxte im Logo verdeutlichen den fachlichen Bezug und die hoheitlichen Aufgaben retten, löschen, schützen, bergen. „Mit dieser Gestaltung kann das Logo auch als hochwertiges Siegel ohne Schriftzug genutzt werden. Ziel ist es, einen Wiedererkennungswert zu schaffen und die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen als eine Art Marke zu etablieren“, sagt Lenhart. Ein Überblick des Corporate Designs ist in einem „Styleguide“ zusammengefasst, der auf der Seite www.fwen.de im Bereich Service zum Download steht.

Denn auch die Internetseite der Feuerwehr erstrahlt in neuem Glanz. Neben dem Design wurde die Technik der Seite überarbeitet. Verantwortlich dafür zeichnete Robin Birr. Der Student ist Inhaber der „Birrwerk Studios“ und hat als Heddesheimer Feuerwehrmann beste Einblicke in die Anforderungen einer Feuerwehr. Vorteil der neuen Seite: Über ein Redaktionssystem können Einsätze und Neuigkeiten nun von mehreren Personen einfach eingepflegt und die Seite somit leichter auf dem aktuellsten Stand gehalten werden. Dies wurde bisher mit hohem Zeitaufwand von Markus Börgeling aus der Abteilung Neckarhausen alleine geleistet – ihm gebührt ebenfalls der Dank für die bisherige Arbeit.