Jahreshauptversammlung der Abteilung Edingen

Edingen. Neben der Neuwahl von Timo Walter als stellvertretendem Abteilungskommandant (wir berichteten) standen Berichte der Ressorts sowie Ehrungen und Beförderungen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Abteilungskommandant Michael Berger zog Bilanz des letzten Jahres: Bei 55 Einsätzen und den vielen Übungs- und Arbeitstreffen hatten die 38 Angehörigen der aktiven Wehr über 3000 ehrenamtlich geleistet Stunden erbracht, dazu kommen weitere Tausend Stunden der Jugendfeuerwehr. Im Mittelpunkt der organisatorischen Arbeit habe die Beschaffung einer neuen Drehleiter gestanden.

Die beeindruckende Bandbreite der Jugendarbeit der Jugendfeuerwehr stellte Jugendwart Daniel Gärtner vor. Die Jugendfeuerwehr habe im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 14 auf 22 Mitglieder erfahren. Dies spreche für die attraktiven Angebote und die Jugendfeuerwehr als „sinnvolles Hobby“, bei Bekleidung, Logistik oder der Spindzuteilung im Gerätehaus stoße man jedoch teilweise auf Grenzen des Wachstums.

Viel Applaus erntete der selbstbewusst und mit lauter, klarer Stimme vorgetragene Bericht des elfjährigen Jugendfeuerwehrmannes Florian Lauffer. Er machte deutlich, dass die Jugendlichen bei allen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr gehört werden und von ihrem Mitspracherecht Gebrauch machen.

Zahlen und Fakten aus dem Ressort Öffentlichkeitsarbeit stellte Pressewart Hannes S. Henn vor. Seit dem Vorjahr sei die Internetpräsenz der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen gestiegen, die Seite www.fwen.de mit einem Redaktionssystem auf eine einfache Bedienung durch ein 7-köpfiges Team ausgelegt und die Anzahl der „Fans“ im sozialen Netzwerk Facebook von 90 auf über 300 gestiegen. Wichtigstes Projekt sei die Schaffung und Veröffentlichung eines einheitlichen Erscheinungsbildes der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen gewesen.

Dass die Ausbildung bei der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen einen hohen Stellenwert hat, zeigte Übungsleiter Timo Walter auf. Technik und Taktik bedingen sich gegenseitig, daher ergäben Neuanschaffungen wie die eines Hilfeleistungssatzes auch immer einen Schulungsbedarf. Um die Qualität der Ausbildung auch weiterhin zu gewährleisten, wird der Bereich Ausbildung bei der Abteilung Edingen in die Fachgebiete Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Funk und Organisation, Rettung und Gefahrgut unterteilt.

Schnell erledigt war der Kassenbericht von Kassiererin Nicole Wetzel. Die Kassenprüfer Michael Mühlbauer und Linus Bergmann bescheinigten eine „hervorragend geführte Kasse“, was bei 200 bis 300 Buchungen keine Selbstverständlichkeit sei. Die beantragte Entlastung der Kassiererin und des Kommandos wurde einstimmig beschlossen. Zum neuen Kassenprüfer wurde Volker Rausch gewählt.

Punkt 6 der Tagesordnung bildeten die Ehrungen. Diese nahmen Abteilungskommandant Michael Berger und sein Noch-Stellvertreter Volker Rausch im Namen der Feuerwehr, Unterkreisführer Roy Bergdoll im Namen des Kreisbrandmeisters, Hans-Peter Wey im Namen des Kreisfeuerwehrverbandes als dessen stellvertretender Vorsitzender, Chris Manser als Fachgebietsleiter Ausbildung im Namen der Jugendfeuerwehr im Rhein-Neckar-Kreis und Bürgermeister Roland Marsch im Namen der Gemeinde vor. Ebenfalls wurden neue Dienstgrade vergeben. Linus Bergmann und Lukas Nicolai traten offiziell von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung über.

Unter der Wahlleitung von Bürgermeister Roland Marsch bestätigte die Versammlung mit großer Mehrheit Michael Berger als Abteilungskommandant. Mit 31 von 32 Ja-Stimmen wurde Timo Walter als neuer Stellvertreter gewählt. Vertreter im Abteilungsausschuss sind Daniel Gärtner, Marcus Heinze, Moritz Hoering, Bernd Lauffer, Thomas Wetzel und Michael Zlabinger.

Als sich gegen Ende die Hinweise auf die kälter werdenden Schnitzel der Metzgerei Schwab häuften, ging es Schlag auf Schlag. Gemeinderat Helmut Koch dankte den Brandschützern mit einer Flasche „Feuerwasser“ aus der eigenen Brennerei. Michael Berger bedankte sich „inoffiziell“ bei seinem bisherigen Stellvertreter Volker Rausch für dessen insgesamt 25-jährige Arbeit in der Abteilungsführung in wechselnden Positionen. In Anspielung auf Rauschs „Panzerfahrermentalität“, die sich dieser in seiner Dankesrede selbst attestierte, gab es einen Gutschein für ein Fahrtraining im Ketten-Bergepanzer inklusive Übernachtung und Abendessen im Wellness-Hotel mit der Gattin. Unter stehendem Applaus bedankte sich Volker Rausch für die gemeinsame Zeit – sie sei jede Anstrengung wert gewesen: „Blicke ich heute auf das Engagement der jungen Leute, war es die Arbeit wert. Ich verneige mich vor euch!“

Bericht des Mannheimer Morgen: http://www.morgenweb.de/region/mannheimer-morgen/edingen-neckarhausen/timo-walter-folgt-auf-volker-rausch-1.870004

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