Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen. Zum dritten Mal hat die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen eine gemeinsame Jahreshauptversammlung abgehalten. Nachdem Kommandant Stephan Zimmer die Anwesenden, darunter Bürgermeister Simon Michler, viele Mitglieder des Gemeinderates und Bürgermeister a.D. Roland Marsch, im Edinger Gerätehaus begrüßt hatte, folgten zunächst die Jahreshauptversammlungen der beiden Abteilungen. Diese werden aus formellen Gründen separat abgehalten. Nacheinander berichteten die Abteilungskommandanten Michael Berger (Edingen) und Stephan Zimmer (Neckarhausen) über die Personalverhältnisse, Einsätze und geleisteten Stunden im zurückliegenden Jahr 2015. Aufgrund der hohen Einsatzzahl – insgesamt 147 Mal rückten beide Abteilungen aus – und der zahlreichen Zusatzaufgaben gingen die ehrenamtlich geleisteten Stunden wieder in die Tausende. Im Anschluss an die Berichte entlastete die Versammlung die beiden Kassiere Nicole Wetzel (Edingen) und Patrick Aust (Neckarhausen) jeweils einstimmig. Beiden bescheinigten die Kassenprüfer zuvor eine vorbildliche Kassenführung.

Zimmer: „Kommunikation ist das A und O“

Bis zu diesem Zeitpunkt waren erst rund zehn Minuten der Versammlung vergangen. „Hoffentlich hat jeder von euch daheim noch etwas gegessen, denn heute wird’s ein bisschen dauern“, hatte Kommandant Stephan Zimmer noch zu Beginn der Versammlung mit einem Augenzwinkern gewarnt. Im anschließenden gemeinsamen Teil der Versammlung berichtete er ausführlich über Einsätze, die die Ehrenamtlichen im letzten Jahr in Atem gehalten hatten. Ob bei Industriebränden, Unwettereinsätzen oder Großveranstaltungen wie dem Festumzug zum 1250-jährigen Jubiläum: Zimmer betonte, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Hilfsorganisationen, der Polizei und der Gemeinde sei. „Kommunikation ist das A und O, diese Strategie werden wir in der Zukunft noch intensivieren“, gab er bekannt. Mit Blick auf die geplante Fischkinderstube am Neckar machte er auf den Sicherheitsaspekt aufmerksam. Gerade im Winter sei mit einer gefrorenen Wasseroberfläche und somit auch mit Eisunfällen zu rechnen. „Hier sind wir noch nicht gerüstet und müssen nachbessern“, mahnte Zimmer zum Ende seines Vortrags.

Jugendfeuerwehr: Stütze der aktiven Wehr

Dass die Jugendfeuerwehr der aktiven Abteilung bei den Aktivitäten und dem ehrenamtlichen Engagement in nichts nachsteht, zeigten im Anschluss die beiden Jugendwarte Daniel Gärtner (Edingen) und Sascha Hirsch (Neckarhausen) mit einer vielfältigen Bilderschau. Sie beendeten ihren Beitrag mit einem Appell an die Jugendfeuerwehrleute, der Feuerwehr treu zu bleiben und eines Tages in die aktive Wehr überzutreten.

Der neue Edinger Jugendwart heißt David Wenz

Daniel Gärtner übergab daraufhin das Amt des Jugendwartes, das er seit 2012 innehatte, an David Wenz. Dieser bedankte sich bei Gärtner, der aus beruflichen Gründen ausscheidet, mit einem Präsent der Jugendfeuerwehr für die geleistete Arbeit. Für seine Verdienste um die Jugendfeuerwehr erhielt Gärtner außerdem die Ehrennadel in Silber der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg, die ihm Carsten Rupp von der Kreisjugendfeuerwehr verlieh.

Nach den ausführlichen Berichten der Kommandanten und ihrer Jugendwarte beantragte Bürgermeister Simon Michler die Entlastung des Kommandos, die von der Versammlung einstimmig angenommen wurde.

Michael Berger tritt 2018 nicht erneut an

Der weitere Abend stand im Zeichen von Ehrungen und Beförderungen, zudem wurden Felix Renner und Julian Wenz in den Edinger Abteilungsausschuss nachgewählt. Spannend dürften auch die Wahlen des Edinger Abteilungskommandanten im Jahr 2018 werden: Wie Kommandant Michael Berger bekanntgab, werde er dann nicht wieder zur Wahl stehen.

Michler: „Wir bringen das Hilfeleistungszentrum 2016 in eine Zeitschiene“

Am Ende der Versammlung ergriff Bürgermeister Michler das Wort. „Es geht an die Arbeit“, bekräftigte der oberste Feuerwehrmann, der seit Jahresbeginn im Amt ist. Er lobte die Zusammenarbeit mit den Kommandanten, mit denen bereits erste Gespräche stattgefunden haben. Mit Fahrzeugbeschaffungen und dem Hilfeleistungszentrum stünden große Projekte an. Gerade Letzteres wolle er im Jahr 2016 „in eine Zeitschiene bringen“, so sein Versprechen an die ehrenamtlichen Brandschützer. Er sei bereit, Präsenz bei der Feuerwehr zu zeigen. Dazu gehöre auch, dass er über Einsätze der Feuerwehr per SMS informiert werde und bei größeren Einsätze auch selbst vor Ort erscheine. Abschließend dankte Michler allen, die sich in der Feuerwehr für das Wohl und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger engagieren.

B-Teil nach über zwei Stunden

Nach zwei Stunden intensiver und umfangreicher Versammlung beendete Kommandant Stephan Zimmer die Sitzung und leitete zum Imbiss und gemütlichen Teil des Abends über.