Jugendfeuerwehr Edingen: Eine Reise in die Vergangenheit?

Zeitreisen sind unmöglich. So dachten zumindest die 11 Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Edingen. Als sie dann aber im Eingang der großen Holzhütte in Sankt Blasien mitten im Schwarzwald standen, überdachten sie ihre Meinung noch einmal. Zusammen mit 7 Jugendleitern verbrachten sie ihre Herbstferien vom 29.10. bis zum 02 11. in der Hütte, die die Feuerwehr Sankt Blasien Kameraden für Urlaube oder Freizeiten zur Verfügung stellt.

Dort mussten die Jugendlichen 5 Tage ohne Strom und fließend Wasser auskommen. Geheizt wurde über einen großen Holzofen, der rund um die Uhr befeuert werden musste und in der ganzen Hütte für wohlige Wärme sorgte. Die Kochplatte in der Küche musste ebenfalls mit Holz erhitzt werden. Das Resultat war fast unerwartet gut: Das Küchenteam um Stefan Bordne und Julian Bergemann bereitete jeden Abend ausreichend warme Mahlzeiten zu, wie zum Beispiel Gyros, Käsespätzle und sogar Hamburger. Keiner musste am Abend hungrig in seinen Schlafsack unter dem Dach kriechen, wo zwei große Schaumstoffflächen zum Schlafen ausgelegt waren.

Das u.a. von Stefan Bordne zusammengestellte Programm gestaltete sich sehr vielseitig. Es enthielt zum Beispiel einen Ausflug zum Naturhaus auf dem ca. 20 km entfernten Feldberg mit anschließender Geocaching-Wanderung im Schnee. Selbstverständlich blieb genug Zeit für eine Schneeballschlacht!

Für entsprechendes Kontrastprogramm zur Schneewanderung sorgte ein Ausflug ins „Badeparadies Schwarzwald“: Dort konnten sich die Jugendlichen sowie die Jugendleiter zum einen auf rund 14 Wasserrutschen austoben, zum anderen aber auch den luxuriösen Service der sanitären Einrichtungen wahrnehmen, da der auf der Hütte für viele Teilnehmer eher gewöhnungsbedürftig war.

Da die Freizeit über Halloween stattfand und sich die Jugendlichen deshalb nicht kostümiert von Tür zu Tür schleichen konnten, um den Jahresvorrat an Süßigkeiten zu füllen, sorgten die Jugendleiter mit einer Nachtwanderung durch den dunklen Schwarzwald trotzdem für die passende Stimmung.

Am letzten Tag wurde die Hütte von oben bis unten geputzt und sauber für die nächsten Besucher hinterlassen. Danach ging es mit den Fahrzeugen, die zum Teil von der Abteilung Neckarhausen zur Verfügung gestellt wurden, wieder Richtung Heimat. Alle Teilnehmer waren sich einig: Auch ohne fließendes Wasser auf jeden Fall ein wiederholenswertes Ereignis! (Text: Hendrik Simon Henn)