Unwetter über Edingen-Neckarhausen: Großeinsatz für die Feuerwehr

Ein kurzes und heftiges Unwetter hat am Sonntagabend für einen Großeinsatz der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen gesorgt. Innerhalb kürzester Zeit regnete es um kurz nach 19 Uhr derart heftig, dass in der Gemeinde mehrere Keller mit Wasser voll liefen. Die Bewohner der Häuser riefen daraufhin die Feuerwehr.

Erst am Freitag, also zwei Tage vorher, hatte die Abteilung Edingen genau dieses Szenario an ihrem regulären Übungsabend durchgespielt. Auch in der Praxis bewährten sich die Strukturen: Gleich zu Beginn des Einsatzes wechselte die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen auf einen eigenen Funkkanal, über den die Einsätze in der Gemeinde koordiniert wurden. Der Einsatz wurde vom Gerätehaus Edingen aus geleitet.

Schon früh wurde die Führungsgruppe des Unterkreises zur Unterstützung der Einsatzleitung alarmiert, außerdem rückten Einsatzkräfte der Feuerwehren Ilvesheim und Ladenburg an, um Einsätze in Edingen-Neckarhausen abzuarbeiten. Im Laufe des Abends fuhr die Feuerwehr 54 Einsatzstellen an. Im Einsatz waren über 70 freiwillige Feuerwehrleute – meistens mussten sie vollgelaufene Keller auspumpen. Menschen kamen während des Einsatzes nicht zu Schaden, es entstand jedoch hoher Sachschaden in den Kellern.

„Durch den Wechsel auf den Lokalkanal konnten wir den Einsatz ruhig und strukturiert abarbeiten. Und wir haben dabei den Funkverkehr der Feuerwehr im Rhein-Neckar-Kreis entlastet“, erklärt Zugführer Moritz Hoering das Konzept. Einsatzleiter und Kommandant Stephan Zimmer fügt hinzu: „Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren des Unterkreises und über die hohe Motivation aller ehrenamtlichen Einsatzkräfte.“

An manchen Einsatzstellen hatten sich sogar Bürger gemeldet, die zuerst ihre eigenen Keller gesäubert hatten und nun ihren Nachbarn helfen wollten. Zum Abschluss des Einsatzes gab es für alle eingesetzten Kräfte im Gerätehaus Edingen kalte Getränke, Kaffee und eine Stärkung, die auch am Sonntagabend spontan von der Bäckerei Kapp und der Metzgerei Schwab zur Verfügung gestellt wurde. Nach mehr als fünf Stunden endete der Einsatz erst nach Mitternacht.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Marcus Schwetasch.

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