Dachstuhlbrand

Am Samstagabend um 20:36 Uhr wurde die Abteilung Neckarhausen mit dem Alarmstichwort “Dachstuhlbrand in der Hildastraße” alarmiert. Zeitgleich wurden auch die Drehleiter und das Tanklöschfahrzeug der Abteilung Edingen angefordert.
Schon kurz nach Eingang des Alarmes rückte der Einsatzleiter mit dem MTW Richtung Brandobjekt aus. Schon auf der Anfahrt wurde eine starke Flammen- und Rauchentwicklung aus dem Dachbereich eines Zweifamilienwohnhauses festgestellt. Während der weiteren Erkundung des Einsatzleiters vor Ort traf das erste Löschfahrzeug an der Einsatzstelle ein. Sofort wurde ein Angriffstrupp, bestehend aus drei Atemschutzträgern, mit einem C-Rohr und der Wärmebildkamera in das Dachgeschoss durch das Treppenhaus geschickt. Da die Erkundung ergab, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befanden, konnte man sich voll und ganz auf die Brandbekämpfung konzentrieren.
Durch die enorme Hitze- und Rauchentwicklung war ein Eindringen in die Brandwohnung unmöglich, was auch den Einsatz der Wärmebildkamera stark beeinträchtigte. So beschränkte man sich in den ersten Minuten mit dem Abkühlen des Brandrauches. Der zurückschlagende Wasserdampf war so heiß, dass er die Visiere der Helme und die Atemschutzmasken so stark beschädigte, dass diese nach dem Einsatz ausgetauscht werden mussten.
Währenddessen  wurde durch einen weiteren Atemschutztrupp ein B-Rohr zur Riegelstellung von der Gartenseite vorgenommen. Von hieraus konnte man die meterhohen Flammen, die durch das Dachfenster drangen, gut  bekämpfen. Wenige Minuten nach der Alarmierung rückte die Drehleiter und das Tanklöschfahrzeug aus Edingen an. Die Drehleiter übernahm mit einem weiteren Rohr die Brandbekämpfung der vorderen Dachfläche. Das Tanklöschfahrzeug stellte weitere Atemschutzkräfte zur Verfügung und versorgte die Drehleiter mit Wasser. Um die Versorgung mit weiteren Atemschutzgeräten und Schlauchmaterial sicherzustellen wurde der Gerätewagen Logistik der Abteilung Edingen nachgefordert.
Nach den Kühlungsmaßnahmen konnte man  schließlich zum Brandherd vordringen und gezielt die Flammen bekämpfen. Aufgrund der Holzverkleidung der Dachflächen breitete sich der Brand schnell auf die gesamte Dachgeschoßwohnung aus. Nach intensiven und körperlich sehr anstrengenden Löscharbeiten konnte gegen  21:30 Uhr  “Feuer schwarz” gemeldet werden.
Nun begannen drei Atemschutztrupps gleichzeitig die Holzverkleidung und die darunterliegende Mineralwollematten zu entfernen, um so noch vereinzelte Glutnester abzulöschen. Nun verschuf man sich auch Zugang zum Spitzboden des Dachgeschosses, um den Rest der Dachfläche zu kontrollieren. Von innen, aber auch von der Drehleiter aus, wurden Teile der Dacheindeckung entfernt, um so für einen besseren Hitze- und Rauchabzug im Bereich des Spitzbodens zu sorgen. Die Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten nahmen aufgrund der großen Brandbeanspruchung noch ungefähr zwei Stunden in Anspruch.
Aufgrund des schnellen Eingreifens der Feuerwehr und des zügigen Einsatzes der Drehleiter konnte ein Durchzünden des kompletten Dachstuhles vermieden werden.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, da die Brandursache nicht geklärt ist.

Ausgerückte Fahrzeuge

DLK 23/12, MTW (Abt. Edingen), LF 16/12, GW-T, MTW (Abt. Neckarhausen)

Datum

23.01.2021 - 15:37

Mannschaftsstärke

38

Abteilung

Neckarhausen