Personensuche am Neckar

Bericht aus dem Mannheimer Morgen (Autor: Achim Wirths, Link abgerufen am 20.10.2014):

Am späten Freitagabend konnte man auf der Fahrt zwischen Seckenheim und Ladenburg die Abstände in 100-Meter-Tranchen zerlegen, wann man auf ein Fahrzeug von Feuerwehr, Polizei oder DLRG traf, das mit blitzendem Blaulicht entlang des Neckarufers postiert war. Über 100 Kräfte waren im Einsatz, um im Fluss und entlang des Ufers nach einer Person zu suchen, die mutmaßlich in den Neckar gestürzt war.

Gegen 22.30 Uhr meldeten Fußgänger von der Brücke zwischen Ladenburg und Neckarhausen über den Notruf ein „vernehmliches Plumps-Geräusch“. Die Schilderung erschien dem aufnehmenden Beamten realistisch genug, um die für solche Fälle eingerichtete Rettungskette in Gang zu setzen. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Edingen-Neckarhausen, Ilvesheim und Ladenburg wurden alarmiert, die Berufswehren aus Heidelberg und Mannheim sowie die DLRG Rhein-Neckar. Aus Mannheim rückten zudem das Feuerlöschboot, ein Notarzt und ein Rettungswagen an.

Roy Bergdoll, Führer des Feuerwehr-Unterkreises Ladenburg, hielt sich nach der Jahreshauptübung der Werkfeuerwehr Chemische Betriebe Ladenburg wegen einer Nachbesprechung noch auf dem Werksgelände auf, so dass er als erster am Stauwehr eintraf, von wo aus er zusammen mit der Polizei die ersten Maßnahmen des Einsatzes koordinierte. Dort wurde dann auch die Einsatzleitstelle eingerichtet, die Einsatzleitung übernahm in der Folge Harald Lange, Kommandant der Ladenburger Feuerwehr. Der stellvertretende Kreisbrandmeister, Axel Schuh, machte sich gleichfalls ein Bild vor Ort.

Während die Ladenburger Wehr die rechte Neckarseite zwischen Eisenbahnbrücke und Stauwehr absuchte, übernahmen die Kameraden aus Edingen-Neckarhausen das linke Ufer. Unterstützt wurden sie von Tauchern der Heidelberger Berufsfeuerwehr. Taucher aus Mannheim und das Löschboot griffen den Ilvesheimer Feuerwehrleuten unter die Arme, die den Altneckar absuchten sowie den Kanal bis zur Autobahnbrücke.

Der Oberbereich des Ufers wurde mit Wärmebildkameras kontrolliert. Der in Stuttgart stationierte Helikopter, ausgestattet mit Nachtfluggenehmigung und Infrarot-Equipment, hätte zwar in 20 Minuten an der Einsatzstelle sein können, stand aber um diese Zeit nicht zur Verfügung. „Wir können nicht ausschließen, dass tatsächlich eine Person im Wasser ist. Allerdings führt der Neckar leichtes Hochwasser, was zur Folge haben kann, dass der Körper unterhalb der Wasserlinie im Wurzelwerk hängen bleibt“, war aus der Leitstelle zu vernehmen. Nach eineinhalb Stunden rückten die ersten Kräfte nach erfolglosem Bemühen wieder ab. (ths)
Samstag, 18.10.2014

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Marcus Schwetasch.
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Ausgerückte Fahrzeuge

ELW, DLK 23/12, RW, LF 16/12, GW-T, MTW (Abt. Neckarhausen), Mehrzweckboot, Polizei, Rettungswagen, Notarzt, Unterkreisführer, Kreisführung

Datum

16.04.2021 - 17:04

Einsatzdauer

78 min

Mannschaftsstärke

30

Abteilung

Gesamt