Author: Jeremy Eckstein

Neue Maschinisten für Löschfahrzeuge

Von den Feuerwehren des Unterkreises Ladenburg aus Ilvesheim, Heddesheim, Ladenburg und Edingen-Neckarhausen wurden vom 07.09. bis 18.09. innerhalb von sechs Tagen 16 neue Maschinisten für Löschfahrzeuge in unserer Gemeinde ausgebildet. Der Lehrgang wurde unter der Leitung und Organisation vom Kreisausbilder Volker Rausch abgehalten. Der Lockdown hatte einen Ausbildungsstau von eineinhalb Jahren verursacht, welcher dringend zu beseitigen war und unter nun unter der 3G-Regel absolviert werden konnte. Durch die Corona bedingte zeitliche Verkürzung von ursprünglich vier auf zwei Wochen wurde den angehenden Maschinisten alles abverlangt, denn die Zeitspanne zwischen den Ausbildungstagen zum Erlernen der Theorie war extrem kurz. Die Teilnehmer waren hochmotiviert, was einen harmonischen Ablauf und Erfolg des Lehrgangs gewährleistete.

Herzlichen Glückwunsch an die Teilnehmer und ein großer Dank an das Ausbildungsteam. (je/VRausch)

Jugendfeuerwehrtag in Tripsdrill

Zum Aktionstag der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg waren unsere Mädels und Jungs mit dem Jugendleitungsteam im Erlebnispark Tripsdrill. Ein ganzer Park wurde für die Jugendfeuerwehren aus ganz Baden-Württemberg reserviert und die Kinder und Jugendlichen konnten neben den Attraktionen des Parks auch allerlei Feuerwehrtechnik erleben. Fettexplosionen wurden bestaunt und auch brennende Puppen mussten gelöscht werden. Ein großartiger und abwechslungsreicher Tag für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. (je)

P.s. Danke an die Feuerwehr Dossenheim, für die Zurverfügungstellung eures MTWs 🚒👌

Offizielle Übergabe des HLF20

Nun ist es auch offiziell im Einsatz – das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug konnte nach erfolgter Unterweisung der Mannschaft nun von Bürgermeister Simon Michler auf dem Vorplatz des Schlosses an die Feuerwehr und damit an die Bewohner unserer Gemeinde übergeben werden. Das dies „eine sehr gute Investition in die Zukunft der Feuerwehr“ sei, betonte Michler im Rahmen der Übergabe an die zahlreichen Gemeinderäte. Als die Gemeinde die Beschaffung des Fahrzeugs 2019 in Auftrag gab, war die Bereitschaft aus dem Gemeinderat einstimmig und klar. Zu alt und damit auch sehr anfällig waren die beiden Fahrzeuge, welches das HLF nun ersetzt hat. Der Rüstwagen aus dem Jahr 1983 und das Tanklöschfahrzeug (1995) werden nun von der Gemeinde verkauft. Knapp 600.000 € hat das neue Flaggschiff gekostet und kann bei Bränden und Hilfeleistungen, wie Türöffnungen, Wasser- und Sturmschäden oder Verkehrsunfällen eingesetzt werden. Der Allrounder wiegt knapp 18 Tonnen und bewegt sich auf einem Atego-Fahrgestell von Mercedes-Benz. Die Firma Wiss GmbH & Co. KG hatte den Ausbau übernommen und übergab das Fahrzeug Ende Juni nach 18 Monaten Bauzeit an das Beschaffungsteam.
Danke an die Gemeinde Edingen-Neckarhausen und die beteiligten Firmen für das tolle Fahrzeug, welches bereits für die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde im Einsatz ist.

Bilder: Marcus Schwetasch)

Warn-Apps, Sirenen und Co

Viele mussten in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz in wenigen Stunden mit ansehen, wie ihr gesamtes Hab und Gut, Nachbarn, Bekannte oder Familienangehörige von den Fluten mitgerissen wurden.
Nun ist eine Diskussion entbrannt, wer wann wen gewarnt hatte. Wir können nur nochmal Werbung für die Katastrophen-Warn-Apps NINA und KatWarn machen, da hier bei jedem stärkeren Regen oder Gewitter, bei jedem Hochwasser, Bränden oder sonstigen Gefahrensituationen eine Meldung auf das Smartphone herausgegeben wird. Auch wir liegen an einem Fluss, der deutlich größer ist wie die kleine Ahr, die in der Eifel eine Katastrophe angerichtet hatte. Daher sollten wir uns bewusst sein, dass wir uns und andere schützen sollten.
Wir als Feuerwehr versuchen nach all unseren Erfahrungen und Kenntnissen solche Gefahrenmeldungen zu beurteilen und notfalls über unsere Seiten in den Sozialen Medien auf Facebook oder Instagram eine eigene Warnmeldung herauszugeben. Auch hier können wir allen Bürgerinnen und Bürgern raten, die Zugang zu diesen Sozialen Medien haben, unsere Seiten zu abonnieren. Im Ernstfall könnte dies überlebenswichtig sein.
Wir können zwar keinen direkten Einfluss auf die TV- und Rundfunkanstalten nehmen, trotzdem ist es sinnvoll, hier ebenfalls einzuschalten und auf Warnmeldungen zu achten.
Leider gibt es in unserer Gemeinde, wie auch in vielen anderen kleineren Gemeinden in der Umgebung kein ausgebautes Sirenenwarnnetz. In Gefahrensituation, die eine explizite Warnung vor Bürgerinnen und Bürgern notwendig machen würden, würden wir diese je nach Personalverfügbarkeit mit Lautsprecher-Durchsagen auf Gefahren und Bedrohungen aufmerksam machen. Dies ist vor allem in der Nacht, wenn die Handys meist lautlos sind und für Anwohner, die keine Smartphones besitzen, gedacht.
Hoffen wir, dass eine solche Katastrophe in unserer Gemeinde nie eintreten wird. Falls doch, sollten wir darauf vorbereitet sein.

(Bild: www.ndr.de)

Johann Resch verstorben

Wir trauern um einen Kameraden der Alters- und Ehrenmannschaft.

Johann Resch verstarb im Alter von 89 Jahren. Johann trat am 10.01.1969 in die Feuerwehr Edingen ein und war dort 51 Jahre ein treues Mitglied. Für diese herausragende Leistung erhielt er vom Kommando vor einem Jahr die goldene Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes verliehen.
51 Jahre Mitgliedschaft und Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr Edingen-Neckarhausen. Das ist ein nicht alltäglicher Verdienst für den wir uns selbstverständlich bedanken möchten.

Lieber Johann, wir werden dir ein ehrendes Andenken bewahren und wünschen den Angehörigen viel Kraft in diesen schweren Tagen.

Ruhe in Frieden!

Europäischer Tag des Notrufs 112

Der 11. Februar ist der Europäische Tag des Notrufs 112. Mit dem Aktionstag soll die lebensrettende Rufnummer in der Bevölkerung noch bekannter gemacht werden. Das Datum wurde bewusst gewählt: der 11. Tag steht für die 11 und der Februar als zweiter Monat im Jahr für die 2.

Bereits seit Dezember 2008 erreichen die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union (EU) die Notfalldienste aus allen Fest- und Mobilfunknetzen in allen 27 Mitgliedstaaten gebührenfrei unter der europaweit einheitlichen Notrufnummer 112.

Im Notfall richtig verhalten: Die fünf W

Damit die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle schnell geeignete Einsatzkräfte alarmieren können, müssen Sie als Anrufer wichtige Informationen durchgeben. Dafür gibt es die fünf „W“-Fragen:

1. Wo ist das Ereignis?

Geben Sie den Ort des Ereignisses so genau wie möglich an (zum Beispiel Gemeindename oder Stadtteil, Straßenname, Hausnummer, Stockwerk, Besonderheiten wie Hinterhöfe, Straßentyp, Fahrtrichtung, Kilometerangaben an Straßen, Bahnlinien oder Flüssen)!

2. Wer ruft an?

Nennen Sie Ihren Namen, Ihren Standort und Ihre Telefonnummer für Rückfragen!

3. Was ist geschehen?

Beschreiben Sie knapp das Ereignis und das, was Sie konkret sehen (was ist geschehen? was ist zu sehen?), beispielsweise Verkehrsunfall, Absturz, Brand, Explosion, Einsturz, eingeklemmte Person!

4. Wie viele Betroffene?

Schätzen Sie die Zahl der betroffenen Personen, ihre Lage und die Verletzungen! Geben Sie bei Kindern auch das – gegebenenfalls geschätzte – Alter an!

5. Warten auf Rückfragen!

Legen Sie nicht gleich auf, die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle benötigen von Ihnen vielleicht noch weitere Informationen!

Rauchmelder – Lebensretter

Wenn ein Rauchmelder alarmiert, obwohl es nicht brennt, kann das verschiedene Ursachen haben. Die große Mehrzahl aller Falschalarme sind Täuschungsalarme. Das heißt, der Rauchmelder löst Alarm aus, weil Staub, Insekten, Wasserdampf oder Verunreinigungen der Luft infolge von Renovierungsarbeiten in die Messkammer des Melders gelangen. Um Täuschungsalarme zu verhindern, empfiehlt die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ den Einsatz von Q-Rauchmeldern. Sie sind gegen das Eindringen von Fremdkörpern in die Rauchmesskammer, Temperaturschwankungen sowie Korrosion besonders gut geschützt.

Von einem Fehlalarm spricht man, wenn die Messtechnik des Melders fehlerhaft ist. So kann der Ausfall von empfindlichen Gerätekomponenten oder eine beeinträchtigte Funktion zu einem Alarm des Rauchmelders führen. Q-Rauchmelder bieten auch hier mehr Sicherheit als herkömmliche Rauchmelder, deren schnelle Ansprechempfindlichkeit häufiger für Fehlalarme sorgt. Das „Q“ ist ein unabhängiges, herstellerneutrales Qualitätszeichen für hochwertige Rauchmelder mit geprüfter 10-Jahres-Langzeitbatterie. Sie sind langlebiger, stabiler und haben eine verbesserte Elektronik sowie Eigenüberwachung. „Wir möchten jeden ermuntern, nicht am falschen Ende zu sparen und verlässliche Q-Rauchmelder einzubauen. Damit werden Fehl- sowie Täuschungsalarme und letztlich auch unnötige Alarmierungen der Feuerwehr vermieden, weil jemand fälschlich denkt, es brennt“, meint Norbert Schaaf, Vorstandsvorsitzender im BHE Bundesverband Sicherheitstechnik. Ebenso ist die richtige Wartung entscheidend: Rauchwarnmelder sind gemäß ihrer Bedienungsanleitung, jedoch mindestens einmal jährlich auf ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Ein Eigentümer und Vermieter ist nach Gesetz und Rechtsprechung verpflichtet, die Mietsache im vorgeschriebenen Zustand zu halten. Im Fall des Rauchmelders hat er also dafür Sorge zu tragen, dass die von ihm installierten Melder entsprechend der Herstellerangaben, mindestens jedoch einmal jährlich, geprüft werden und die Betriebsbereitschaft der Melder sichergestellt wird. Dies gilt nicht nur für den selbst genutzten sondern auch für vermieteten Wohnraum.

Das Mietrecht lässt jedoch zu, dass der Vermieter eine Vereinbarung mit seinem Mieter abschließt, die Installation, regelmäßige Prüfung und Sicherstellung der Betriebsbereitschaft auf den Mieter überträgt. Werden bei einem bestehenden Mietverhältnis Rauchmelder nachgerüstet, kann eine Ergänzungsvereinbarung zum Mietvertrag abgeschlossen werden. Eine solche Pflichtenübertragung auf den Mieter erfordert allerdings immer den einvernehmlichen und beiderseitigen Abschluss des Vertrages!

Während der gesamten Mietdauer ist der Vermieter verpflichtet zu überprüfen, ob der Mieter die Rauchmelder Wartung durchführen kann und dieser Pflicht auch tatsächlich nachkommt. Hier besteht kein Unterschied etwa zur sogenannten Räum- und Kehrpflicht.

Nachruf Stefan Hirsch

Wir trauern um einen Kameraden der Alters- und Ehrenmannschaft.

Stefan Hirsch verstarb vergangene Woche im Alter von nur 62 Jahren. Stefan trat 1970 in die Jugendfeuerwehr Weinheim ein, bevor er 1976 in die dortige Wehr überging. 1986 zog er nach Edingen-Neckarhausen und engagierte sich auch hier in unserer Gemeinde ehrenamtlich als aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und war über 26 Jahre unser Gerätewart. Oberbrandmeister Stefan Hirsch, der ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele war, hatte sich in zahlreichen Lehrgängen fortgebildet und war unzählige Male für 100%-igen Dienstbesuch geehrt worden, was sein außerordentliches Engagement bezeugt.

Lieber Stefan, wir werden dir ein ehrendes Andenken bewahren.

Neue Zusatzalarmierung

 „Der Überblick über die Tagesverfügbarkeit der Mannschaft wird für die Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr immer wichtiger. Bei mangelnder Einsatzstärke ist es absolut notwendig, frühzeitig Verstärkung nachfordern zu können“ – so beurteilt Kommandant Stephan Zimmer die aktuelle Situation. Die verringerte Verfügbarkeit von Einsatzkräften stellt die Freiwillige Feuerwehr besonders unter der Woche vor eine große Herausforderung.

Um dieser entgegenzuwirken wurde nun bei der Freiwilligen Feuerwehr Edingen-Neckarhausen eine digitale Plattform zur sekundären Alarmierung der Einsatzkräfte eingeführt, welche eine strukturierte Einsatzplanung bereits zu Beginn eines Feuerwehreinsatzes ermöglicht. Mit dem Alarmierungssystem Alamos FE2 können die Einsatzkräfte zusätzlich zur bisherigen Alarmierung per Funkmeldeempfänger („Piepser“) über die Smartphone-App aPager PRO (s. Foto rechts) alarmiert werden. Im Vergleich zu den Funkmeldern können die Einsatzkräfte über die Smartphone-App per Rückmeldung angeben, ob sie am aktuellen Einsatz teilnehmen (s. Foto rechts). Die Rückmeldungen der Einsatzkräfte werden gesammelt und anschließend mit weiteren einsatzrelevanten Daten auf Monitoren in beiden Gerätehäusern (s. Foto links) sowie auf einem Tablet für Führungskräfte angezeigt.

So kann schon frühzeitig erkannt werden, in welcher Anzahl die jeweiligen einsatztaktischen Funktionen im Einsatz zur Verfügung stehen (z. B. Atemschutzgeräteträger, Maschinisten…). Neben dieser Funktion liefert die App auch Informationen über die generelle Verfügbarkeit der Einsatzkräfte außerhalb des Einsatzes, sodass die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr zu jeder Zeit sichergestellt werden kann. Das Alarmierungssystem bietet zudem noch viele weitere Möglichkeiten zur Erhebung und Darstellung einsatztaktischer Daten, welche vom 7-köpfigen Planungsteam der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Der Grundstein für die Installation des Systems wurde bereits im Frühjahr 2019 gelegt. Die Idee zur Einführung eines Alarmierungssystems wurde im Feuerwehrausschuss diskutiert und die Beschaffung beschlossen. Die Planungsgruppe analysierte darauf verschiedenste Anbieter und stellte diese zum Vergleich gegenüber. Zu diesem Zweck wurde eine Entscheidungsanalyse durchgeführt, in welcher die jeweiligen Anbieter auf die Erfüllung verschiedener Kriterien überprüft wurden (z. B. Rückmeldefunktion, Kompatibilität mit Digitalfunk…). Dabei überzeugte vor allem die Alamos GmbH aus Unterglauheim mit ihrer vielseitigen Alarmplattform FE2, da dieses System alle gewünschten Kriterien der Feuerwehr optimal erfüllte.

Nach der Auswertung durch die Entscheidungsanalyse entschied das Planungsteam gemeinsam mit dem Kommando die Beschaffung des Alamos-Alarmierungssystems. Nach einer umfangreichen Überarbeitung der IT-Infrastruktur wurde das System Mitte 2020 auf den Feuerwehrservern installiert. Nach der weiteren Einrichtung und Anpassung auf die Bedingungen der Feuerwehr erprobte eine Testgruppe von 30 Personen die Funktion der Alarmierung in der Praxis. Nach Abschluss der 4-wöchigen Testphase erhielt auch die restliche Mannschaft einen Zugang zur Alarm-App sowie die entsprechende Schulung. Aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen wurden alle Besprechungen und Schulungen im Zusammenhang mit der Zusatzalarmierung erfolgreich online durchgeführt. Das Alarmierungssystem ist seit dem 19.12. in vollem Umfang bei der Freiwilligen Feuerwehr Edingen-Neckarhausen aktiv.

Ein großer Dank geht an dieser Stelle an die Freiwillige Feuerwehr Eppelheim für die große Unterstützung bei der Einrichtung der Alarmplattform. Wir freuen uns sehr darauf, von den Vorteilen der Zusatzalarmierung zu profitieren und sind fest davon überzeugt, dass uns das Alamos-System einen großen einsatztaktischen Mehrwert bietet!

Hendrik S. Henn, 24.12.2020