Author: Jeremy Eckstein

Tausende Kinder freuen sich über Polio-Impfung

Als vor einigen Monaten mit der Sammelaktion „Deckel gegen Polio“ begonnen wurde, konnte niemand ahnen, wie sich das entwickeln würde. Im Sommer 2018 unterhielten sich David Wenz, Jugendwart der Jugendfeuerwehr Edingen und seine Tante Dorothea Knop, von Beruf Lehrerin an der Realschule Niefern-Öschelbronn, über Projekte an ihrer Schule. So kamen sie auf die Aktion „Deckel gegen Polio“. Diese Kampagne von Rotary International unterstützt mit dem Verkauf von PET-Flaschen-Deckeln an die Getränkeindustrie bzw. an Recyclingunternehmen und dem daraus resultierenden Erlös die Impfung von Kindern in der dritten Welt. 500 Deckel (ca. 1 kg) ergeben daher eine Impfung gegen die unheilbare und hochansteckende Krankheit Poliomyelitis (Kinderlähmung).
Die Jugendleitung der Jugendfeuerwehr Edingen-Neckarhausen musste nicht lange darüber nachdenken, ob das Ganze durchgeführt werden sollte. Direkt wurde die Einsatzabteilung über den Start der Aktion informiert. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger kamen nach einem Aufruf in den sozialen Medien in die Feuerwehr und brachten Säckeweise Deckel. Anschließend folgten auch mehrere Vereine, Betriebe und Unternehmen in und außerhalb unserer Gemeinde, sodass wir froh sind, bekannt geben zu dürfen, dass wir mehr als 600.000 Deckel gesammelt haben. Die Bill & Melinda Gates Stiftung wird zusätzlich die Anzahl der Impfungen noch einmal verdreifachen. Das bedeutet, dass 3.600 Kinder in der dritten Welt eine Impfung gegen Kinderlähmung erhalten werden. Wir sind überglücklich und haben die Deckel am Samstag, den 24.11.2018 bei der Realschule in Niefern-Öschelbronn abgegeben. „Zugegeben sind wir jetzt auch etwas erleichtert, dass wir diese Massen an PET-Deckeln endlich los sind“, fügte David Wenz lachend hinzu. Birgit Förster, Bürgermeisterin der Gemeinde Niefern-Öschelbronn dankte der Jugendfeuerwehr Edingen-Neckarhausen für das Sammeln und für die Übergabe der Deckel. Schüler der Kirnbachschule Niefern-Öschelbronn und Jugendliche der örtlichen Freiw. Feuerwehr Niefern-Öschelbronn packten anschließend die begehrte Ware in Kunststoffsäcke um und verluden diese auf den Gerätewagen der Feuerwehr. Rainer Speidel vom Rotary Club Mühlacker-Enzkreis wird nun die Deckel wiegen und die tatsächliche Anzahl ermitteln, bevor er sie dann an die zuständigen Stellen weiterleiten wird.
Die Jugendfeuerwehr Edingen-Neckarhausen bedankt sich rechtherzlich bei allen Sammlern und der Fa. M+K Menrad für die Zurverfügungstellung der Schuttmulde, die aufgrund der riesen Mengen notwendig wurde. Ein besonderer Dank geht auch an Jens Böhm und die Naturella GmbH & Co Kg Waibstadt für die Übergabe von unglaublichen 480.000 Deckeln. Für eine Welt ohne Polio.

Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs

Vor 100 Jahren wurde im französischen Compiègne der Waffenstillstand unterzeichnet, der den Ersten Weltkrieg beendete.

Zur Partnerschaftswoche im August wurde auch die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen offiziell eingeladen, zum ersten Mal an einer solchen Gedenkfeier in Plouguerneau teilzunehmen. Der stellvertretende Abteilungskommandant Marcus Heinze mit Frau Andrea ließen es sich nicht nehmen, die weite Reise in die Bretagne anzutreten und mit den Kameraden, die zu Freunden wurden, das Ende des Ersten Weltkriegs zu feiern und den Opfern zu gedenken.

Wir möchten uns bei der Feuerwehr Plouguerneau recht herzlich für die Einladung und für die grandiose Gastfreundschaft bedanken. Denn auch neben den offiziellen Feierlichkeiten, haben zahlreiche Feuerwehrleute aus der Partnergemeinde ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Für Andrea und Marcus war dies der erste aber sicherlich nicht der letzte Besuch in der Bretagne. Sprachliche Barrieren waren hier auch kein großes Hindernis. Im kommenden Jahr sind wieder Besuche in und aus Plouguerneau geplant. Seit dem 50-jährigen Jubiläum ist die alte Freundschaft wieder erwacht und auch junge Kameraden schließen sich mehr und mehr an um diese beispielhafte Partnerschaft zwischen zwei Ländern zu stärken. Merci beaucoup!

Ehre wem Ehre gebührt

Bereits am Samstag fand der erste Ehrungsabend der Jugendfeuerwehr Rhein-Neckar-Kreis statt.

Kreisjugendfeuerwehrwart René Gieser bedankte sich bei den anwesenden Fachgebietsleitern, Ausbildern, Ehemaligen, Schiedsrichtern, der Kreisjugendleitung und allen Fachberatern der Jugendfeuerwehr Rhein-Neckar-Kreis.

Hier wurden auch drei Kameraden der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen geehrt.

David Wenz, Jugendwart der Jugendfeuerwehr Edingen erhielt die „Silberne Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg“ für die Ausübung diverser Tätigkeiten, wie zum Beispiel als Fachgebietsleiter und Kreisjugendsprecher und für jahrelanges Engagement um den Aufbau und der Förderung der Jugendfeuerwehren in Baden-Württemberg.

Auch Daniel Gärtner, ehemaliger Jugendwart der Edinger Jugendfeuerwehr wurde für seine langjährige Tätigkeit als Fachgebietsleiter Ausbildung mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Silber geehrt.

David Heid erhielt unter großem Applaus die höchste Auszeichnung, die man in der Jugendfeuerwehr erhalten kann – die „Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Gold“. Über 22 Jahre ist er bereits in der Kreisjugendfeuerwehr tätig und bekleidete das Amt des stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwartes. Von 2000 bis 2005 leitete er auch die Jugendfeuerwehr Neckarhausen und ist auch heute noch in der Jugendarbeit aktiv.

Herzlichen Glückwunsch an alle Geehrten und vielen Dank für die Unterstützung der Jugendfeuerwehr.

Jugendfeuerwehr übt den Innenangriff

Am Donnerstagabend lernten die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Edingen-Neckarhausen die Vorgehensweise im Innenangriff samt der Türöffnungsprozedur und Strahlrohrtraining.
Plötzlich kam es auch gleich zu einem Übungseinsatz. Dichter Rauch drang aus der Tür einer Dachgeschosswohnung. Hier konnten die Jugend gleich ihr Können unter Beweis stellen. Sichtlich beeindruckt von den schlechten Sichtverhältnissen durchsuchten sie die Wohnung. Anschließend durften sie auch die Wärmebildkamera nutzen und konnten so den versteckten Jugendleiter retten.

13. Juli ist bundesweiter Rauchmeldertag

Urlaubszeit ist Fehlalarmzeit

Gerade in der Urlaubszeit werden wir manchmal alarmiert, obwohl es gar nicht brennt. Oft piept der Rauchmelder beim Nachbarn, weil seine Batterie leer oder dieser verdreckt ist. Die Prüfung und Pflege der Rauchmelder soll regelmäßig gemäß Herstellerangaben erfolgen, mindestens jedoch alle 12 Monate.

Prüfen Sie die folgenden Punkte:
– Gerätefunktion über Prüftaste testen. Drücken Sie die Prüftaste am Rauchmelder. Gibt der Melder nach einigen Sekunden keinen Signalton ab, ist die Funktion gestört. In diesem Fall tauschen Sie die Batterie bzw. wenn das nicht hilft, den Rauchmelder aus. Generell sind alle Rauchmelder spätestens 10 Jahre (plus 6 Monate Karenzzeit) nach Inbetriebnahme auszutauschen, da nach dieser Zeit eine einwandfreie Funktion nicht mehr gewährleistet ist
– Gerät visuell prüfen. Prüfen Sie, ob die Raucheintrittsöffnungen frei von z.B. Staub, Insekten oder Abdeckungen sind und der Rauchmelder nicht beschädigt ist. Tauschen Sie beschädigte oder stark verschmutzte Rauchmelder bitte umgehend aus. Möchten Sie den Rauchmelder reinigen, beachten Sie hierzu die Vorgaben des Herstellers
– Batterie rechtzeitig tauschen. Bei Rauchmeldern ohne das Qualitätszeichen „Q“ muss in der Regel die Batterie nach Herstellerangaben ausgetauscht werden. Tauschen Sie die Batterie des Rauchmelders immer gemäß der Herstellerangaben aus. Benutzen Sie dafür die vom Hersteller vorgegebenen Batterietypen, da eine andere Batterie die Funktion des Rauchmelders beeinflussen kann. Bei Rauchmeldern mit Langzeitbatterie und „Q-Zeichen“ entfällt der jährlicher Batterieaustausch durch die fest eingebaute 10-Jahres-Batterie.
Info´s unter https://www.rauchmelder-lebensretter.de/ oder offene Fragen direkt an ihre Feuerwehr

Spende an die Feuerwehr

Am vergangenen Donnerstag hatten wir Besuch der BGV / Badische Versicherungen.
Der erfreuliche Grund war eine Spende in Höhe von 10.000 € für eine Waschmaschine für Atemschutzmasken.
Bürgermeister Simon Michler, als Chef der Feuerwehr eröffnete die Runde mit einem Dank an die Feuerwehrleute, die in den vergangenen Wochen unermüdlich im Einsatz waren. Anschließend begrüßte er die Gäste der BGV Versicherung und dankte ihnen für den hohen Geldbetrag, der hier einem sehr guten Zweck dient.
Kommandant Stephan Zimmer erläuterte kurz den technischen Hintergrund zu der benötigten Beschaffung dieser Anlage und übergab anschließend das Wort an unsere Gäste.
Daniel Unser, Direktionsbevollmächtigter der BGV dankte den Einsatzkräften für ihre ehrenamtliche Arbeit und überreichte diesen Scheck an Simon Michler und das Kommando. Schließlich helfen Feuerwehrleute auch bei der Reduzierung von möglichen Schäden. Gerade im Hinblick auf die vergangenen Unwettereinsätze komme es auch auf die Zeit an. Und natürlich kommt diese Investition auch der Sicherheit der Feuerwehrfrauen und -männer zu Gute. Im Anschluss an die Spendenübergabe saß man noch in gemütlicher Runde im Schulungsraum mit den Vertretern der Gemeinde Simon Michler und Frank Kucs und der BGV Daniel Unser, Dirk Hettinger und Holger Brandau zusammen. Die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen bedankt sich nochmal herzlichst für die großzügige Spende, die bereits sinnvoll angelegt und investiert wurde.

Erneut schwere Unwetter in der Region

Die Feuerwehr Hemsbach alarmierte aufgrund eines starken Unwetters und daraus resultierend knapp 200 Einsatzstellen die Unterkreisführungsgruppe und 8 Feuerwehren mit 35 Fahrzeugen und 162 Einsatzkräften. 22 Kameraden mit vier Fahrzeugen aus Edingen-Neckarhausen arbeiteten bis 23.45 Uhr zahlreiche Einsatzstellen ab. Als Teil der Unterkreisführungsgruppe Ladenburg wurde ebenfalls der Einsatzleitwagen mit vier Mann besetzt und half vor Ort bei der Koordination der Einsätze.

Durch die schweren Unwetter in den vergangenen Tagen hatte die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen allein im Juni inzwischen 155 Einsätze.

Unwetter zieht über die Region

In der Nacht zum 01. Juni 2018 kam es zum einsatzreichsten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen für die Feuerwehr Edingen-Neckarhausen. Ein schweres Unwetter fegte über unsere Ortschaft und sorgte innerhalb von wenigen Minuten für über 140 Einsätze. Alle verfügbaren Kameradinnen und Kameraden waren über 12 Stunden im Einsatz und die Zahl der Einsätze stieg immer weiter an. Zwischenzeitlich wurden die Kameraden aus Ladenburg, Eppelheim und Plankstadt alarmiert und arbeiteten selbstständig Einsatz für Einsatz ab. Vollgelaufene Keller, überflutete Lagerhallen und Geschäftsräume sowie umgeknickte Bäume zerrten an den Kräften der 80 Feuerwehrfrauen und -männer. Auch die eigenen Räumlichkeiten der Feuerwehr in Edingen und Neckarhausen waren nicht verschont geblieben. Doch trotz dieser enormen Anzahl an Einsätzen und der hohen körperlichen Belastung sorgten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger auch für schöne Momente. Spontan wurden den Einsatzkräften Essen und Getränke angeboten und trotz der persönlichen Betroffenheit und teils stundenlangen Wartezeit wurden wir immer sehr freundlich empfangen, was in der heutigen Zeit leider nicht allzu selbstverständlich ist. Über die sozialen Medien wurden Bürger auch dazu aufgerufen, Nachbarschaftshilfe zu leisten. Freunde, Verwandte, Nachbarn aber auch Fremde boten ihre Hilfe an und verringerten somit die Zahl der Einsätze erheblich. „Es wären weit über 200 Einsätze geworden, wenn die Bürger sich nicht gegenseitig geholfen hätten“, sagte Kommandant Zimmer. Dafür möchten wir uns herzlichst bei der Bevölkerung bedanken. Aber auch bei der Bäckerei Kapp, Holger Koch und beim Getränke Stahl möchten wir uns bedanken. So sorgten sie mit zahlreichen Spenden für die Verpflegung der Mannschaft und somit für angenehmere Pausen zwischen den Einsätzen. Gegen 13.00 Uhr trafen die Kameraden der Feuerwehr Schwetzingen ein, lösten den Großteil unserer Einsatzabteilung ab und arbeiteten noch weitere Einsätze ab.
Auch ich persönlich möchte mich bei allen Kameradinnen und Kameraden bedanken. Getreu dem Motto „Einer für Alle, Alle für Einen, Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ ist das ehrenamtliche Engagement in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Ohne diese Mädels und Jungs in der Jugendfeuerwehr und Frauen und Männer in der Einsatzabteilung wäre es in solchen Situationen, wie in der vergangen Woche, nur sehr schwer alleine durchzustehen. Nicht nur in der Feuerwehr sondern über alle Hilfsorganisationen hinaus, ist es sehr wichtig für die Gesellschaft, dass sich diese Bürger so stark engagieren und die Bevölkerung vor Gefahren schützt. (Jeremy Eckstein, Pressesprecher).
Es wird nun noch einige Tage dauern, bis Verwaltung und Gerätschaften wieder auf aktuellem Stand und einsatzbereit sind. Bis dahin freuen wir uns über hoffentlich einsatzfreie Tage, denn nun steht der Tag der Sicherheit an. Hier würden wir uns über einen Besuch zahlreicher Bürger freuen. So können auch sie Ihre Unterstützung mit den ehrenamtlichen Einsatzkräften teilen.

Von der Jugend zum Feuerwehrmann

Wie bereits in den vergangenen Jahren kann Kommandant Stephan Zimmer und die Einsatzabteilung auf eine starke Jugendarbeit in Edingen-Neckarhausen setzen. Erneut konnten drei Jugendliche durch die Absolvierung des Truppmann- und Sprechfunker-Lehrgangs in die Einsatzabteilung übergehen. Tristan Kujath-Dobbertin, Max Pfaff und Niklas Zieher konnten neben weiteren Kameraden aus den Feuerwehren aus Dossenheim, Heddesheim, Ilvesheim, Ladenburg und Schriesheim diese Lehrgänge erfolgreich absolvieren und sind mit Vollendung des 18. Lebensjahres aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Ziel der Ausbildung war es die offizielle Befähigung zur Übernahme von grundlegenden Tätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz zu erlangen, welche die Teilnehmer in den vergangenen Jahren bereits in der Jugendfeuerwehr erlernt hatten.

Beim Eintreffen im Feuerwehrgerätehaus in Neckarhausen bekamen die Feuerwehrmänner auch gleich ihre eigenen Funkmeldeempfänger von Justin Imhof und Jeremy Eckstein, dem Jugendwart und seinem Stellvertreter in Neckarhausen ausgehändigt und erhielten sogleich eine wichtige Belehrung für den anstehenden Einsatzdienst.

Wir gratulieren den „neuen“ Kameraden und wünschen ihnen viel Spaß und Erfolg bei der Bewältigung der zukünftigen Aufgaben im Einsatzdienst und bedanken uns gleichzeitig für das nicht alltägliche soziale Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr.